Sehen lernen hat seine Zeit

Kunstdruck eines Oelbildes aus dem Zyklus: „Heilungsräume – Dort wo der Himmel Licht vergossen hat“

Kunstdruck 29,5 cm x 32 cm mit Textblatt

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Text zum Bild

Sehen lernen hat seine Zeit

„Ich sehe die Menschen, als sähe ich Bäume umhergehen.“
Markus 8, 22–26

„Jesus nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor das Dorf, tat Speichel auf seine Augen, legte seine Hände auf ihn und fragte ihn: Siehst du etwas?“ Jesus kann mit ihm warten. Das Auge des Blinden öffnet sich vorsichtig. Ein schmaler Schlitz. Er sieht Menschen, als sähe er Bäume. Festgewachsene, verwurzelte Bäume, die ihren Ort haben, sind nicht austauschbar. Kann so der Blinde in Ruhe den eigenen Standort wahrnehmen?
 
Seine Heilung geschieht in Stufen. Jesus legt „abermals die Hände auf seine Augen.“ Da sieht der Blinde „deutlich“. „Zurechtgebracht“ kann er sich nun auch mit scharfen Konturen und ihrer Dynamik auseinandersetzen.
 
Hatten Unbeständigkeiten der Menschen, doppelte Botschaften und das Ineinander fremder und eigener Ambivalenz so tief verletzt und zu dem Beschluss geführt: Ich will nichts mehr sehen !?
Jetzt kann er sehen,  und er will es.
 
Jesus nimmt seine Geschichte ernst. Er gab Zeit zur Heilung. Nun zeigt er auch den Ort, wo der Geheilte leben soll: „Geh nicht hinein in das Dort, in dem Menschen bisher dein Leben bestimmten. Löse dich von ihnen, um eigene Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Du hast ein Zuhause. Dahin gehe.“

Aufzeichnungen aus der Werkstatt
Sr. Christamaria Schröter